Artikel

Statement zum öffentlichen Umgang mit dem Ukraine-Krieg

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost solidarisiert sich mit den Menschen in der Ukraine, die unter der imperialistischen Gewalt Russlands leiden. Mit jenen, die in ständiger Angst leben müssen, die Angehörige verloren haben, traumatisierende Erfahrungen machen mussten und deren Familien getrennt wurden. Das Maß an Leid, das durch Machtphantasien und Kampf um Territorium bei Menschen verursacht wird, geht nahezu ins Unendliche.

Europäische Bürgerinitiative #stopSettlements

Die Europäische Union lehnt Annexionen ab und betrachtet illegale Siedlungen in besetzten Gebieten als ein Hindernis für internationalen Frieden und Stabilität. Doch obwohl illegale Siedlungen ein Kriegsverbrechen darstellen, lässt die EU den Handel mit ihnen zu. Dieser Handel ermöglicht es, von Annexionen zu profitieren und trägt weltweit zur Ausweitung von illegalen Siedlungen bei. Wir fordern ein EU-Gesetz, das dem Handel mit illegalen Siedlungen ein für alle Mal ein Ende setzt. Dieses Gesetz wird für alle besetzten Gebiete gelten, einschließlich des besetzten palästinensischen Gebiets und Israels illegalen Siedlungen dort. Das Gesetz wird auch weltweit ein starkes Signal aussenden, dass die EU territoriale Aggression nicht länger mit Handel und Profiten belohnen wird.
Unterzeichnen Sie die untenstehende Petition für ein historisches Gesetz, das illegalen Siedlungen ein Ende setzt!

Stellungnahme zum Amnesty-International-Bericht zu Israels Apartheid

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. begrüßt die Veröffentlichung des sorgfältigen Berichts von Amnesty-International. Der Recherche zufolge kommt AI zu dem Schluss, dass Israels Herrschaftssystem über die Palästinenser:innen sowohl nach dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofs als auch nach der Anti-Apartheid-Konvention der Vereinten Nationen der Definition von Apartheid entspricht.

Gemeinsames Statement jüdisch-palästinensisch-migrantischer Organisationen zur Ächtung der Palästinasolidarität

Als zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für Menschenrechte und gegen Diskriminierung einsetzen, beklagen wir die Stigmatisierung und Delegitimierung all jener, die sich gegen die Unterdrückung der Palästinenser:innen durch die israelische Besatzungspolitik aussprechen. Sowohl in den Medien als auch in der Politik wird gegen die Palästinasolidarität gehetzt von Akteuren, deren Positionen – auch wenn sie rassistisch sind – im öffentlichen Diskurs als legitim betrachtet und teilweise von Staatsbeamten reproduziert werden. Dabei wird der Einsatz für international anerkannte Menschenrechtsstandards als antisemitisch verurteilt.

Protestbrief gegen die Festnahme des Menschenrechtsaktivisten Daoud al Ghoul

DEUTSCH (ENGLISH BELOW)

Menschenrechtsgruppen: Deutschland, Österreich und die EU müssen intervenieren, um Daoud al Ghoul zu befreien

Wir, die unterzeichnenden Menschenrechts- und zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland und Österreich, sind äußerst besorgt über die Verhaftung von Daoud al Ghoul, einem international angesehenen palästinensischen Menschenrechtsverteidiger, der am 10. Dezember 2021 von israelischen Sicherheitskräften in seinem Haus in Silwan, Ostjerusalem, festgenommen wurde. Daoud al Ghoul ist Politikwissenschaftler und Reiseführer und engagiert sich stark für Menschenrechte und Gerechtigkeit.

Newsletter Dezember 2021

Newsletter Dezember 2021

Mit großer Trauer haben wir uns von unserem langjährigen Mitglied, ehemaligem Vorsitzenden und geschätztem Freund und Weggefährten Rolf Verleger am 11.11.2021 verabschiedet. Rolf Verleger ist kurz vor seinem 70. Geburtstag gestorben und wurde auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee in der Nähe seines Großvaters begraben.  Auf unserer Webseite finden Sie bzw. findet Ihr sowohl einen Nachruf als auch Erinnerungen unserer Mitglieder an ihn.

Unser ehemaliger Vorsitzender Rolf Verleger: 1951-2021

Liebe Unterstützer:innen der Jüdischen Stimme,
mit Bestürzung und großer Trauer nehmen wir Abschied von Rolf Verleger, unserem Mitglied und ehemaligem Vorsitzenden. Im Nachruf auf unserer Website kann man über sein Leben und seine Bedeutung als selbstbewusster Jude in der deutschen Republik mehr erfahren. Seine Aufrichtigkeit und öffentliche Positionierung gegen die aggressive israelische Politik als Mitglied des Zentralrats der Juden war leider bis jetzt einzigartig. Deshalb war er eine wichtige Stimme für zahlreiche Jüd:innen, wie auch unsere Mitglieder erzählen.
Wer ihm die letzte Ehre erweisen will bzw. kann:
Seine Beisetzung auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee wird am Montag, dem 15.11.21, um 11 Uhr mit Rabbi Nachama stattfinden.
Der Eingang befindet sich am Ende der Herbert-Baum-Straße, einer Querstraße der Berliner Allee.
Sein Grabstätte befindet sich in Feld 6 (am Ende des Friedhofs) ganz in der Nähe des Grabes seines Großvaters.