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Liebe Organisateur:innen des „Dear White People…Let`s Break the Silence!“ Festival

Ich habe eure Einladung zu der Gesprächsrunde „Wie kann ein Sprechen zur Situation in Israel und Palästina in Deutschland möglich werden?“ empfangen und würde meine Antwort darauf gerne öffentlich machen. Ich antworte aus einer respektvollen Haltung gegenüber eurer Arbeit und eurer kritischen Mission des Festivals, Kolonialismus und Rassismus sowie zentrale Gruppen, die Unterdrückung erfahren, zu thematisieren.

Palästina: Möglichkeiten und Grenzen des Diskurses / ANMELDUNG

Palästina: Möglichkeiten und Grenzen des Diskurses (5. Juni 2021, 15-17 Uhr, Berlin & Online)

Ist der Diskurs zu Palästina in Deutschland wirklich frei und offen, oder kommen manche Perspektiven, nicht zuletzt die von Palästinenser*innen selbst, weniger vor als andere? Was ist die Rolle der deutschen Medien? Wie könnte ein ausgewogener Palästinadiskurs in Deutschland aussehen?
Mit Referent*innen von Palästina Spricht und der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost.

Deutschlands Irrweg in Sachen Antisemitismus und Palästina

Als jüdische queere Frau weiß ich, dass ich bei meinen palästinensischen Freund*innen und Kamerad*innen wirklich sicherer bin als beim deutschen Establishment. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit all denen, die davon betroffen sind, gegen Antisemitismus und alle Formen von Rassismus arbeiten müssen – aber nicht, indem wir falschen Trost bei weißen Rettern suchen. Solange sich Juden an das weiße deutsche Establishment wenden, um sich in Sicherheit zu wiegen, wird dies niemals unsere lähmende Angst und Furcht beenden, denn wir haben ausgezeichnete Gründe, diesem Establishment nicht unser Leben anzuvertrauen… dem Establishment, das Tausende Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken lässt und israelischen Kriegsverbrechern die Hand schüttelt, bevor es Bereitschaft zeigt, mit kritischen Jüdinnen und Juden zu sprechen.

2. Newsletter Mai

in den letzten Tagen ist wieder viel passiert. Neben der weiteren Eskalation und Zerstörung in Palästina und Israel hat sich auch in Deutschland einiges ereignet, vor allem aufgrund der Demonstrationen zum Nakba-Tag am 15. Mai. Diese fanden in ganz Deutschland statt, von Berlin und Bremen bis Stuttgart und Freiburg, and viele unserer Mitglieder waren auch auf der Straße. Darunter war auch unser Vorstandsmitglied Lili Sommerfeld, und ihre kraftvolle Rede bei einer der Berliner Demos kann hier gelesen und auch angeschaut werden (und hier mit englischen Untertiteln).

Beschwerde unseres Mitglied bei der Berliner Polizei aufgrund einer gewalttätigen Störungen

Die Antwort, die ich bekam, war zutiefst erschreckend. Zuerst ging es laut und aggressiv darum, wie lange der Polizist seine Familie nicht mehr umarmt hätte. Für die Erschöpfung und den Frust des Mannes hatte ich Verständnis und habe mein Verständnis auch geäußert, wollte aber wissen, was die Verbindung zum Stürmen der Menge wäre, da mir dies unklar sei. Daraufhin steigerte sich der Polizist in eine immer aggressivere und verwirrende Rede hinein, bis er bei dem Schlusssatz landete: “Ich komme aus Polen. WIR haben uns integriert!“, und dabei gewaltvoll und verachtend auf die Menschen, die da standen, zeigte.

Rede zum Tag der Nakba 

auf der Demonstration von Palästina spricht – Palestine speaks
am 15. Mai 2021 in Berlin
von Lili Sommerfeld für die Jüdische Stimme für gerechte Frieden in Nahost

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Liebe Freundinnen, liebe Freunde,

Ich stehe hier mit euch als jüdische Aktivistin und Teil der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost. Wir stehen hier zusammen, vereint im Widerstand gegen die Besatzung, die Apartheid und die andauernde Nakba.