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Keine Spenden an Konten in der Bank für Sozialwirtschaft: Briefwechsel mit Greenpeace

Die Bank für Sozialwirtschaft hat das Konto der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden gekündigt. Seitdem haben ProAsyl, Forum ziviler Friedensdienst, IPPNW und andere Organisationen bei der Bank protestiert und anderen Konten für Spenden zur Verfügung gestellt. Greenpeace dagegen stellt sich auf der Seite der Bank, ohne mit uns jemals gesprochen zu haben. Anbei ein Briefwechsel mit Greenpeace in dieser Sache:

Newsletter – Februar 2020

wir möchten uns zunächst für die große Unterstützung bei der Podiumsdiskussion in Göttingen am 17. Januar 2020 bedanken. Ihre Mails oder sogar Anreise aus anderen Städten haben sich als große Hilfe für uns erwiesen. Unser Dank gilt auch Erich Sidler, dem Intendanten des Göttinger Theaters, der die Veranstaltung auf die Beine stellte und sich auch von mehreren Absagen (seitens des Zentralrats der Juden) nicht beirren ließ: Josef Schuster, wie auch andere aus Niedersachsen sagten zunächst zu und dann ab, weil sie mit uns nicht sprechen wollten.

 

Gut gemacht, Josef Schuster & Co.!

Wir und die meisten Jüdinnen und Juden in Deutschland fühlen uns eingeschüchtert und bedroht von der Zusammenarbeit der #FDP und #CDU mit den Nazi-Banden von Höcke. In den letzten Jahren hat der Zentralrat der Juden in Deutschland alles darin investiert, gegen die winzige Palästina-Solidarität-Bewegung hierzulande vorzugehen – gegen die tatsächliche faschistische Gefahr wurde aber nur wenig unternommen. Jetzt lassen sich die besten Freunde des Zentralrats von Nazis wählen. Gut gemacht, Josef Schuster & Co.!

Podiumsdiskussion mit der Jüdischen Stimme in Göttingen am 17.1.2020

Organisiert war der Abend, in dessen weiterem Verlauf das Stück Vögel von Wajdi Muawad aufgeführt wurde, vom Intendanten Erich Sidler. Der Journalist Dr. Daniel Alexander Schacht moderierte die Diskussion, die in Folge der Antisemitismus-Vorwürfe des Zentralrats der Juden und der FDP gegenüber der Jüdischen Stimme zustande kam. Trotz der Vorwürfe erhielt die Jüdische Stimme den Göttinger Friedenspreis 2019 und bei dieser Gelegenheit auch viel Unterstützung.

Wir begrüßen Menschenrechtsanwältin Lea Tsemel in Berlin; die Diffamierungsversuche sind nicht überraschend, aber absurd

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden stellt fest, dass die Versuche, Vertreter von Menschenrechtsgruppen in Deutschland zum Schweigen zu bringen, einen neuen Grad an Absurdität erreicht hat. Eine Leipziger Gruppe hat jetzt vom Mercure Hotel MOA Berlin verlangt, seine Räume nicht der für den 11. Januar 2020 geplanten “Rosa Luxemburg Konferenz” zur Verfügung zu stellen. Die Begründung der Gruppe: Die Teilnahme von Lea Tsemel, Menschenrechtsanwältin und Protagonistin der Dokumentation “Lea Tsemel, Anwältin” – einer hochgelobten Produktion, die auf der Shortlist für die Oscar-Verleihung steht und bereits in der ARD gezeigt wurde.

Jewish Voice welcomes human rights lawyer Lea Tsemel in the Rosa Luxemburg Conference Berlin

Jüdische Stimme notes that the attempts to silence Jewish human rights advocates in Germany are reaching new levels of absurdity. An initiative group from Leipzig recently called on the Mercure Hotel MOA Berlin to withdraw from hosting the Rosa Luxemburg Conference (scheduled for January 11th, Berlin) due to the participation of Lea Tsemel. Tsemel is a human rights lawyer, and the protagonist of the documentary „Lea Tsemel, Anwältin“, a film highly praised and shortlisted for the Academy Awards, which has screened on ARD.

Stellungnahme zur Entscheidung der Chefanklägerin des internationalen Strafgerichtshofs

Diese Woche teilte die Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs mit, dass sie, abhängig von der endgültigen Klärung der Zuständigkeit internationaler Gerichtsbarkeiten für das Westjordanland und den Gazastreifen, vorhabe, Israel, sowie die Hamas, für in den letzten Jahren begangene Kriegsverbrechen anzuklagen. Wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden im Nahen Osten, begrüßen diese Entscheidung. Da wir fest davon überzeugt sind, dass sich Israel im Rahmen der Besatzung für fortwährende Menschenrechtsverletzungen zu verantworten hat, begrüßen wir die gerichtliche Klärung solcher Vorkommnisse und die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen. Zudem zeigten die israelischen Gerichte wiederholt, dass sie eindeutig nicht imstande sind, von den israelischen Besatzungskräften begangene Menschenrechtsverletzungen gegenüber Palästinensern zu klären und zu ahnden.

Presseerklärung zur Kündigung der Geschäftsbeziehung durch die Bank für Sozialwirtschaft

Die Jüdische Stimme weigerte sich in all diesen Jahren trotz Kündigungsdrohungen durch die Bank und deren wiederholtem Vollzug, sich öffentlich von ihrer Unterstützung des legitimen zivilgesellschaftlichen Kampfes der palästinensischen Bevölkerung um ein würdiges Leben in Freiheit zurückzuziehen.
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Presseerklärung der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. zur Kündigung der Geschäftsbeziehung durch die Bank für Sozialwirtschaft zum Ende des Jahres

Zum 31. Dezember kündigt die BfS zum zweiten und zum letzten Mal das Konto der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.

Newsletter Dezember

Um die wichtige Arbeit von Organisationen wie etwa ProAsyl weiterhin zu unterstützen, aber auf diesen ungeheuerlichen Vorgang aufmerksam zu machen, haben einige von Ihnen die ProAsyl Geschäftsführung um eine alternative Kontonummer gebeten. Die ProAsyl Geschäftsführung hat sich mit dieser Lage beschäftigt, hat bei der Bank für Sozialwirtschaft….

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Liebe UnterstützerInnen der Jüdischen Stimme,