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Klein kommt zum Thema Antisemitismus wie die Jungfrau zum Kinde

Felix Klein, der Bundesbeauftragte für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, gerät nach gut zwei Jahren voller skandalöser Handlungen in die Defensive. Er hat es geschafft, die schon vorher fragwürdige Politik der deutschen Regierung in Sachen Israel so zu überziehen, dass er sich schon einen Namen unter vielen jüdischen und nichtjüdischen Organisationen und Wissenschaftler*innen gemacht hat. Die deutsche kulturelle und akademische Welt hat sich dadurch international blamiert. Künstler*innen, Nobelpreisträger*innen, Akademiker*innen und andere international anerkannte Kulturschaffende werden seit mehreren Jahren angegriffen, weigern sich, an deutschen Jurys und Tagungen teilzunehmen, und namhafte Künstler wie z.B. Kate Tempest sagen Konzerte aufgrund der dadurch vergifteten Stimmung ab.

Newsletter July 2020

Liebe Unterstützer*innen der Jüdischen Stimme,
der Annexionsplan vom Westjordanland ist hochaktuell, und dazu werden wir sowohl online als auch live eine Veranstaltung abhalten. Aleida Assmann schreibt in der FAZ von den Konsequenzen der israelischen Enteignungspraxis für eine palästinensische Familie in Ostjerusalem – Eine aktuelle Hiobsbotschaft. Assmann und vielen anderen jüdischen und nichtjüdischen Gelehrten wird von Felix Klein Antisemitismus aus dem “Linksliberalen” Spektrum, auch gegen ihn selbst, vorgeworfen. Sie protestieren auf Englisch und Deutsch in einem Brief an deutsche Regierungsvertreter dagegen, fordern eine Entschuldigung und zeigen seine mangelnde Kompetenz auf, sein Amt zu erfüllen, da er den wirklichen Antisemitismus verharmlost.

 

Newsletter Mai

„Pro-israelische Deutsche stehen vor demselben Dilemma. Zwar misstraut die israelische Botschaft in Berlin der AfD, aber warum sollte die Partei nach Orbán und Trump nicht ebenfalls in Yad Vashem willkommen geheißen werden? Während die “böse” EU eine Sanktionsliste gegen Israel wegen der Annexionen im Westjordanland vorbereitet, würde die AfD als Partei auftreten, die als einzige der deutschen Vergangenheit treu geblieben ist. Sie unterstützt Israels ethnischen Nationalismus aus vollem Herzen und pflegt keine scheinheiligen Vorbehalte gegen Annexionen oder verschiedene Rechtssysteme für Juden und Araber. Stattdessen stehen liberale Deutsche, die Israel kritisieren, als abstoßende Israel-Hasser da.“

Zur Unterstützung von Prof. Achille Mbembe

Zur Unterstützung von Prof. Achille Mbembe sagen wir: Es ist an der Zeit, die politische Verfolgung von Einzelpersonen und Gruppen einzustellen, die kritisch gegenüber israelischen Menschenrechtsverletzungen an Palästinenser*innen sind, unter dem falschen Vorwand, wie im Fall von Prof. Mbembe, Antisemitismus zu bekämpfen.

Unsere Spende an das Krankenhaus Al Awda in Gaza

Wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, begreifen uns als politische Organisation. Das Geld, das uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, die wir erhalten, zur Verfügung steht, dient unserer politischen Arbeit oder wird dazu genutzt, gewaltfreie politische Initiativen nach sorgfältiger Auswahl und Prüfung zu unterstützen. Ganz bewusst begreifen wir uns daher nicht als humanitäre Hilfskraft in großen Krisen, auch wenn wir vereinzelt unsere Netzwerke und unser Konto für Spendensammlungen dieser Art zur Verfügung stellen. Uns ist bewusst, dass nicht immer eindeutige Trennschärfe zwischen politischem und dem humanitärem Handeln möglich ist, daher kann es notwendig sein, von Fall zu Fall die Situation neu zu bewerten.