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Newsletter Mai

„Pro-israelische Deutsche stehen vor demselben Dilemma. Zwar misstraut die israelische Botschaft in Berlin der AfD, aber warum sollte die Partei nach Orbán und Trump nicht ebenfalls in Yad Vashem willkommen geheißen werden? Während die “böse” EU eine Sanktionsliste gegen Israel wegen der Annexionen im Westjordanland vorbereitet, würde die AfD als Partei auftreten, die als einzige der deutschen Vergangenheit treu geblieben ist. Sie unterstützt Israels ethnischen Nationalismus aus vollem Herzen und pflegt keine scheinheiligen Vorbehalte gegen Annexionen oder verschiedene Rechtssysteme für Juden und Araber. Stattdessen stehen liberale Deutsche, die Israel kritisieren, als abstoßende Israel-Hasser da.“

Zur Unterstützung von Prof. Achille Mbembe

Zur Unterstützung von Prof. Achille Mbembe sagen wir: Es ist an der Zeit, die politische Verfolgung von Einzelpersonen und Gruppen einzustellen, die kritisch gegenüber israelischen Menschenrechtsverletzungen an Palästinenser*innen sind, unter dem falschen Vorwand, wie im Fall von Prof. Mbembe, Antisemitismus zu bekämpfen.

Unsere Spende an das Krankenhaus Al Awda in Gaza

Wir, die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost, begreifen uns als politische Organisation. Das Geld, das uns durch Mitgliedsbeiträge und Spenden, die wir erhalten, zur Verfügung steht, dient unserer politischen Arbeit oder wird dazu genutzt, gewaltfreie politische Initiativen nach sorgfältiger Auswahl und Prüfung zu unterstützen. Ganz bewusst begreifen wir uns daher nicht als humanitäre Hilfskraft in großen Krisen, auch wenn wir vereinzelt unsere Netzwerke und unser Konto für Spendensammlungen dieser Art zur Verfügung stellen. Uns ist bewusst, dass nicht immer eindeutige Trennschärfe zwischen politischem und dem humanitärem Handeln möglich ist, daher kann es notwendig sein, von Fall zu Fall die Situation neu zu bewerten.

Newsletter April 2020

Wenn Sie den Informationen vieler palästinensischen Solidaritätsgruppen folgen, dann wissen Sie, dass Palästinenser durch die Kombination aus der raschen Ausbreitung von Covid-19 und den Einschränkungen durch die israelische Besatzung besonders hart getroffen werden. Militante jüdische Siedler im Westjordanland verstärken momentan ihre Angriffe auf die Palästinenser in dem Wissen, dass die Coronavirus-Krise die Aufmerksamkeit von ihrer Gewalt ablenkt.

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ABSCHLUSSERKLÄRUNG Rollstuhl für Rani Burnat

(English below)
ABSCHLUSSERKLÄRUNG  ZUR SPENDENKAMPAGNE

RANI BURNAT BENÖTIGT EINEN “NEUEN” ELEKTRISCHEN ROLLSTUHL

 

DANK! DANK! DANK!

ALLEN MITSTREITER_, UNTERSTÜTZER_ UND FREUND_INNEN

Es ist gelungen, in Deutschland während der nur zweiwöchigen Kampagne

Spenden in Höhe von 7.500,– € für Rani Burnat zu sammeln!

 WIR SIND ÜBERWÄLTIGT UND FREUEN UNS SEHR FÜR RANI BURNAT!

 

Schmerz, Zorn und trauirige Nachdenklichkeit: nach Halle und vor Hanau

Unsere erste Vorsitzende und Mitbegründerin, Prof. (em) Fanny Michaela Reisin antwortet ihrer langjährigen Freundin: “Schmerz auch, dass jenes Döner-Restaurant, das der Täter nicht von ungefähr, sondern wie die Synagoge auch, in voller Absicht zum Ziel seines Massaker- und Zerstörungsvorhaben gemacht hatte, in der Berichterstattung von Medien aber auch institutionell Zuständigen, wenn schon nicht gänzlich verschwiegen, so doch – und nicht minder schlimm – als zweitrangig klassifiziert ist.”

Keine Spenden an Konten in der Bank für Sozialwirtschaft: Briefwechsel mit Greenpeace

Die Bank für Sozialwirtschaft hat das Konto der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden gekündigt. Seitdem haben ProAsyl, Forum ziviler Friedensdienst, IPPNW und andere Organisationen bei der Bank protestiert und anderen Konten für Spenden zur Verfügung gestellt. Greenpeace dagegen stellt sich auf der Seite der Bank, ohne mit uns jemals gesprochen zu haben. Anbei ein Briefwechsel mit Greenpeace in dieser Sache:

Newsletter – Februar 2020

wir möchten uns zunächst für die große Unterstützung bei der Podiumsdiskussion in Göttingen am 17. Januar 2020 bedanken. Ihre Mails oder sogar Anreise aus anderen Städten haben sich als große Hilfe für uns erwiesen. Unser Dank gilt auch Erich Sidler, dem Intendanten des Göttinger Theaters, der die Veranstaltung auf die Beine stellte und sich auch von mehreren Absagen (seitens des Zentralrats der Juden) nicht beirren ließ: Josef Schuster, wie auch andere aus Niedersachsen sagten zunächst zu und dann ab, weil sie mit uns nicht sprechen wollten.