Category Archives: Aktuelles

Antijüdischer Rassismus in Berlin

Antisemitismus in Deutschland hat einen neuen Höhepunkt erreicht: De facto können Jüdinnen und Juden hier nicht mehr frei und unabhängig arbeiten, wenn ihre Arbeit aus öffentlichen Geldern finanziert wird. Dafür haben rechte Journalist*innen, Politiker*innen und Wissenschaftler*innen im Oktober diesen Jahres mit einem konzentrierten Angriff gegen jüdische Israelis gesorgt. Der aktuelle Vorfall reiht sich dabei in eine Reihe von beängstigenden Präzendenzfällen ein. Besonders besorgniserregend ist dabei, dass der antisemitische Angriff auf einer Täter-Opfer-Umkehr beruht, indem eine Gruppe von Jüdinnen und Juden, die meisten von ihnen aus Israel, als “Antisemiten” bezeichnet werden. Doch Schritt für Schritt:

Keine Ehrung einer Rassistin!

Die Historiker Ralf Balke und Julien Reitzenstein fordern derzeit dazu auf, die Pacelliallee in Berlin-Dahlem umzubenennen. Das ist gut und richtig, denn Eugenio Pacelli ist besser bekannt als Papst Pius der XII. Der Straßenname ehrt somit eine Person, die in ihrer Machtposition im “dritten Reich” versagt hat darin, Minderheiten vor der rassistisch motivierten Vernichtung der Nationalsozialisten zu schützen.

Einladung: „Broken – A Palestinian Journey through International Law and Justice“ Film von Mohammed Alatar

(For the English version please scroll down.)

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und „Palästina spricht“ laden zu einer Aufführung und Diskussion des Films “Broken” im Kino und in den virtuellen Medien ein. Die Veranstaltung wird technisch von der deutschen Verleihfirma des Films, EZEF, unterstützt, die im März eine Tournee mit M. Alatar geplant hatte, die wegen Corona abgesagt werden musste.

Klein kommt zum Thema Antisemitismus wie die Jungfrau zum Kinde

Felix Klein, der Bundesbeauftragte für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, gerät nach gut zwei Jahren voller skandalöser Handlungen in die Defensive. Er hat es geschafft, die schon vorher fragwürdige Politik der deutschen Regierung in Sachen Israel so zu überziehen, dass er sich schon einen Namen unter vielen jüdischen und nichtjüdischen Organisationen und Wissenschaftler*innen gemacht hat. Die deutsche kulturelle und akademische Welt hat sich dadurch international blamiert. Künstler*innen, Nobelpreisträger*innen, Akademiker*innen und andere international anerkannte Kulturschaffende werden seit mehreren Jahren angegriffen, weigern sich, an deutschen Jurys und Tagungen teilzunehmen, und namhafte Künstler wie z.B. Kate Tempest sagen Konzerte aufgrund der dadurch vergifteten Stimmung ab.