Category Archives: Aktuelles

Keine Ehrung einer Rassistin!

Die Historiker Ralf Balke und Julien Reitzenstein fordern derzeit dazu auf, die Pacelliallee in Berlin-Dahlem umzubenennen. Das ist gut und richtig, denn Eugenio Pacelli ist besser bekannt als Papst Pius der XII. Der Straßenname ehrt somit eine Person, die in ihrer Machtposition im “dritten Reich” versagt hat darin, Minderheiten vor der rassistisch motivierten Vernichtung der Nationalsozialisten zu schützen.

Einladung: „Broken – A Palestinian Journey through International Law and Justice“ Film von Mohammed Alatar

(For the English version please scroll down.)

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost und „Palästina spricht“ laden zu einer Aufführung und Diskussion des Films “Broken” im Kino und in den virtuellen Medien ein. Die Veranstaltung wird technisch von der deutschen Verleihfirma des Films, EZEF, unterstützt, die im März eine Tournee mit M. Alatar geplant hatte, die wegen Corona abgesagt werden musste.

Klein kommt zum Thema Antisemitismus wie die Jungfrau zum Kinde

Felix Klein, der Bundesbeauftragte für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, gerät nach gut zwei Jahren voller skandalöser Handlungen in die Defensive. Er hat es geschafft, die schon vorher fragwürdige Politik der deutschen Regierung in Sachen Israel so zu überziehen, dass er sich schon einen Namen unter vielen jüdischen und nichtjüdischen Organisationen und Wissenschaftler*innen gemacht hat. Die deutsche kulturelle und akademische Welt hat sich dadurch international blamiert. Künstler*innen, Nobelpreisträger*innen, Akademiker*innen und andere international anerkannte Kulturschaffende werden seit mehreren Jahren angegriffen, weigern sich, an deutschen Jurys und Tagungen teilzunehmen, und namhafte Künstler wie z.B. Kate Tempest sagen Konzerte aufgrund der dadurch vergifteten Stimmung ab.

Newsletter July 2020

Liebe Unterstützer*innen der Jüdischen Stimme,
der Annexionsplan vom Westjordanland ist hochaktuell, und dazu werden wir sowohl online als auch live eine Veranstaltung abhalten. Aleida Assmann schreibt in der FAZ von den Konsequenzen der israelischen Enteignungspraxis für eine palästinensische Familie in Ostjerusalem – Eine aktuelle Hiobsbotschaft. Assmann und vielen anderen jüdischen und nichtjüdischen Gelehrten wird von Felix Klein Antisemitismus aus dem “Linksliberalen” Spektrum, auch gegen ihn selbst, vorgeworfen. Sie protestieren auf Englisch und Deutsch in einem Brief an deutsche Regierungsvertreter dagegen, fordern eine Entschuldigung und zeigen seine mangelnde Kompetenz auf, sein Amt zu erfüllen, da er den wirklichen Antisemitismus verharmlost.