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Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den Antisemitismusbeauftragten des Landes BW, Dr. Michael Blume

wir reichen hiermit Dienstaufsichtsbeschwerde ein gegen Dr. Michael Blume, den Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg. Die Dienstbeschwerde reichen wir ein, weil Aktionen des Antisemitismusbeauftragten entweder seine Aufgaben weit überschreiten oder seiner Aufgabe sogar entgegenlaufen, und weil er sich rechtswidrig verhält. Mit seinen Aktionen schadet er uns als Organisation sowie anderen Teilnehmern am Diskurs; er untergräbt sogar den Kampf gegen Antisemitismus, der seine Aufgabe ist.

Newsletter – July 2021: Spendenaufruf für Dear White people- Festival

in der zweiten Juniwoche fand das antirassistische Kulturfestival „Dear White People… Let’s Break the Silence“ statt, mit verschiedenen Diskussionsrunden, Vorträgen und künstlerischen Vorführungen rund um die Themen Diskriminierung, Kolonialismus und verwandte Fragen. Dabei sollte es auch eine Veranstaltung von Palästina Spricht Freiburg über antipalästinensischen Rassismus in Deutschland geben. Nachdem einige der Förderpartner*innen starke Kritik an der Gruppe wegen vermeintlichem Antisemitismus (ein Vorwurf, der widerlegt wurde) geäußert haben und drohten, ihre finanzielle Unterstützung zu entziehen, hat das Festival die Einladung wieder rückgängig gemacht. Des Weiteren gab es Kritik von jüdisch positionierten Personen aus Freiburg, die das Kuratorium von DWP ebenfalls sehr ernst genommen hat. Um den Diskurs auf der Metaebene zu beleuchten, wurde stattdessen eine Diskussionsrunde zur Frage geplant, wie in Deutschland über Palästina gesprochen werden kann. Dazu wurde auch unser Vorstandsmitglied Inna Michaeli eingeladen. Sie lehnte ab mit der Begründung, dass sie nicht an einer solchen Veranstaltung teilnehmen konnte, nachdem Palästina Spricht Freiburg ausgeschlossen worden waren, und mit ihrer Stimme Raum einnehmen, der ihnen verwehrt wurde. Auf ihre Kritik sowie die Kritik vieler anderer hin, besonders auch jüdisch positionierter Personen, hat das Kuratorium von DWP dann ihre Absage rückgängig gemacht und die ursprünglich geplante Veranstaltung wieder aufs Programm gesetzt – auch auf die Gefahr hin, Fördermittel zu verlieren.

Liebe Organisateur:innen des „Dear White People…Let`s Break the Silence!“ Festival

Ich habe eure Einladung zu der Gesprächsrunde „Wie kann ein Sprechen zur Situation in Israel und Palästina in Deutschland möglich werden?“ empfangen und würde meine Antwort darauf gerne öffentlich machen. Ich antworte aus einer respektvollen Haltung gegenüber eurer Arbeit und eurer kritischen Mission des Festivals, Kolonialismus und Rassismus sowie zentrale Gruppen, die Unterdrückung erfahren, zu thematisieren.

Deutschlands Irrweg in Sachen Antisemitismus und Palästina

Als jüdische queere Frau weiß ich, dass ich bei meinen palästinensischen Freund*innen und Kamerad*innen wirklich sicherer bin als beim deutschen Establishment. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit all denen, die davon betroffen sind, gegen Antisemitismus und alle Formen von Rassismus arbeiten müssen – aber nicht, indem wir falschen Trost bei weißen Rettern suchen. Solange sich Juden an das weiße deutsche Establishment wenden, um sich in Sicherheit zu wiegen, wird dies niemals unsere lähmende Angst und Furcht beenden, denn wir haben ausgezeichnete Gründe, diesem Establishment nicht unser Leben anzuvertrauen… dem Establishment, das Tausende Geflüchtete im Mittelmeer ertrinken lässt und israelischen Kriegsverbrechern die Hand schüttelt, bevor es Bereitschaft zeigt, mit kritischen Jüdinnen und Juden zu sprechen.

2. Newsletter Mai

in den letzten Tagen ist wieder viel passiert. Neben der weiteren Eskalation und Zerstörung in Palästina und Israel hat sich auch in Deutschland einiges ereignet, vor allem aufgrund der Demonstrationen zum Nakba-Tag am 15. Mai. Diese fanden in ganz Deutschland statt, von Berlin und Bremen bis Stuttgart und Freiburg, and viele unserer Mitglieder waren auch auf der Straße. Darunter war auch unser Vorstandsmitglied Lili Sommerfeld, und ihre kraftvolle Rede bei einer der Berliner Demos kann hier gelesen und auch angeschaut werden (und hier mit englischen Untertiteln).

Beschwerde unseres Mitglied bei der Berliner Polizei aufgrund einer gewalttätigen Störungen

Die Antwort, die ich bekam, war zutiefst erschreckend. Zuerst ging es laut und aggressiv darum, wie lange der Polizist seine Familie nicht mehr umarmt hätte. Für die Erschöpfung und den Frust des Mannes hatte ich Verständnis und habe mein Verständnis auch geäußert, wollte aber wissen, was die Verbindung zum Stürmen der Menge wäre, da mir dies unklar sei. Daraufhin steigerte sich der Polizist in eine immer aggressivere und verwirrende Rede hinein, bis er bei dem Schlusssatz landete: “Ich komme aus Polen. WIR haben uns integriert!“, und dabei gewaltvoll und verachtend auf die Menschen, die da standen, zeigte.