Newsletter – Februar 2020

wir möchten uns zunächst für die große Unterstützung bei der Podiumsdiskussion in Göttingen am 17. Januar 2020 bedanken. Ihre Mails oder sogar Anreise aus anderen Städten haben sich als große Hilfe für uns erwiesen. Unser Dank gilt auch Erich Sidler, dem Intendanten des Göttinger Theaters, der die Veranstaltung auf die Beine stellte und sich auch von mehreren Absagen (seitens des Zentralrats der Juden) nicht beirren ließ: Josef Schuster, wie auch andere aus Niedersachsen sagten zunächst zu und dann ab, weil sie mit uns nicht sprechen wollten.
Insgesamt war die Veranstaltung sehr gut besucht (mehr als 700 Zuschauer, die mehr als zwei Stunden geduldig zuhörten). Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann in voller Länge hier gesehen werden.
Im Anhang finden Sie einen ausführlichen Pressespiegel zur Veranstaltung.
Jürgen Trittin, MdB (Bündnis 90 / Die Grünen), der auch an der Diskussion teilnahm, wird in seiner Funktion im Auswärigen Amt zum gefährlichen
“Deal of the century” interviewt, das er als “dead on arrival” bezeichnet. Leider ist das Interview im Deutschlandrundfunk noch nicht verschriftlicht, aber es lohnt sich, dieses nachzuhören (ab Minute 8:10). Trittin spricht darin auch davon, was es bedeutet, wenn das Recht des Stärkeren siegt.
Der ehemalige israelische Botschafter in Deutschland Avi Primor meint, dieser Plan (“Deal of the century”) sieht vor, den Palästinensern weniger Möglichkeiten als den Schwarzen in den Bantustans von Südafrika zu ermöglichten. Damit bekräftigt er die schon überfällige Erfüllung Israels der Kriterien der Apartheid-Definition nach dem römischen Statut des internationalen Strafgerichtshof. Diese respektiert Deutschland leider nicht, wie man in diesem FAZ Artikel lesen kann. Wenn auch Sie möchten, dass sich das ändert, unterschreiben Sie bitte dazu diese Petition, die von einem israelischen Aktivisten initiiert wurde!
Besonders empfehlen wir zum Thema “Deal of the Century” diesen Artikel von Nathan Thrall in der New-York Times. Er kontextualisiert den gegenwärtigen “Plan” im Rahmen der langjährige Beziehungen zwischen Israel und den USA.
Hagai El-Ad, Direktor der Menschenrechtsorganisation B’tselem, schreibt in der taz
 und antwortet Philosemiten, wie Becker und Beck auf falsche Antisemitismus-Anschuldigungen. Ilana Hammermann schrieb diesen Artikel in der israelischen Zeitung Haaretz. Er wurde von unserem Mitglied Yossi Bartal ins Deutsche übersetzt und im Freitag anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz veröffentlicht, der leider vom Thüringer-Eklat und dem rassistischen Terroranschlag in Hanau überschattet wurde.