Bank für Sozialwirtschaft sanktioniert genau diejenigen, die das tun, was geboten ist

Den caritativen Organisationen, die Miteigentümer der BfS sind, kündige ich hiermit an, dass sie solange von mir keinerlei Zuwendungen mehr bekommen bis sie mit dafür gesorgt haben, dass die Jüdische Stimme ihr Konto mit einer ausdrücklichen Entschuldigung zurück bekommt.

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1.7.2019

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Unverständnis und großem Befremden muss ich leider zur Kenntnis nehmen, dass erneut mit völlig haltlosen Begründungen das Konto der Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost von der Bank für Sozialwirtschaft gekündigt worden ist.

Schon 2016/2017 habe ich dagegen heftig protestiert, insbesondere gegenüber einem Haupteigner der BfS, Caritas International (E-Mail-Verkehr mit Frau Beck)

Merken Sie nicht, dass Sie genau diejenigen sanktionieren, die das tun, was geboten ist? Die als Jüdinnen und Juden sich für die Beachtung des Völkerrechts einsetzen, für die Palästinenser, die seit mehr als 50 Jahren unter der unmenschlichen israelischen Besatzung leiden. Wie können jüdische Menschen Antisemiten sein? Sind gewaltfreie Aktionen gegen Staaten, die Unrecht tun, für Sie etwas Unerlaubtes, Völkerrechtswidriges?

Als lesenswerte Broschüre lasse ich Ihnen den Appell von Pax Christi International von 2016 zukommen, worin auch meine Auffassung bez. des Konflikts und seiner Behebung zum Ausdruck gebracht wird.

Ich fordere Sie, besonders aber die Miteigentümer der Bank auf, diesen unsäglichen und schändlichen Beschluss unverzüglich rückgängig zu machen.

Den caritativen Organisationen, die Miteigentümer der BfS sind, kündige ich hiermit an, dass sie solange von mir keinerlei Zuwendungen mehr bekommen bis sie mit dafür gesorgt haben, dass die Jüdische Stimme ihr Konto mit einer ausdrücklichen Entschuldigung zurück bekommt.

Mit freundlichen Grüßen

B L (aus NRW)

Alfred Keienburg