Unsere Aktion im Rahmen des Pop-Kultur-Festivals

Am Mittwoch waren wir in Kooperation mit Aktivist*innen der BDS-Kampagne in Deutschland, Boycott from Within aus Israel und Berlin against Pinkwashing im Rahmen des Pop-Kultur Festival Berlin aktiv.

Das Pop-Kultur Festival arbeitet seit zwei Jahren mit der israelischen Botschaft zusammen.

Im letzten Jahr veranlasste dies einen syrischen Künstler zum Boykott des Festivals, er sagte seinen Auftritt ab. Ihm folgten weitere Künstler*innen und Bands, darunter viele aus der arabischen Welt.

In diesem Jahr verzichtete das Festival auf Künstler*innen aus der arabischen Welt, nicht jedoch auf das Sponsoring durch die israelische Botschaft. Fünf Künstler*innen und Bands aus Großbritannien und den USA haben daraufhin ihre Auftritte abgesagt.

Das Festival reagierte darauf mit einer Scheindebatte zum Thema BDS (Boykott, Desinvestitionen, Sanktionen). Auf dem Podium saßen Lizzi Doron, eine israelische Schriftstellerin und BDS-Gegnerin und der Berliner Kultursenator Klaus Lederer, ein BDS-Gegner aus der Partei DIE LINKE. Kein Vertreter der BDS-Kampagne war eingeladen.

Dies führte zu heftigen Protesten aus dem Publikum, um so palästinensischen Stimmen Gehör zu verschaffen.

Fragen an Senator Lederer ließ dieser unbeantwortet, u.a. als er gefragt wurde, wie er es sich erlauben kann, einen jüdischen Aktivisten als Antisemiten zu bezeichnen, wie er es sich erlauben kann, eine Bewegung für eine gleichberechtigte Gesellschaft als antisemitisch zu bezeichnen, ihr Räumlichkeiten verwehrt und versucht sie mundtot zu machen.

Wieso räumt Senator Lederer kulturellen Veranstaltungen, an denen Israel beteiligt ist, einen so hohen Stellenwert ein und bringt auf der anderen Seite ein palästinensisches Kulturfestival in Berlin in Misskredit (After the Last Sky)?

Der Abend beim Pop-Kultur Festival drohte aus den Fugen zu geraten, so dass die Organisator*innen dem Druck nachgaben und zunächst dem israelisch-jüdischen Regisseur Udi Aloni und dann einem palästinensischen Aktivisten das Wort erteilten. Letzterer unterstrich die Wichtigkeit über die Lage in Palästina zu sprechen und den Palästinenser*innen eine Stimme zu geben.