Deutschland fragwürdiges Waffengeschäft gefährdet das Leben von Zivilisten

23.10.2014

Deutschland fragwürdiges Waffengeschäft gefährdet das Leben von Zivilisten

Während der massiven Invasion und Bombardierung des Gazastreifens durch das israelische Militär diesen Sommer haben Spanien, Großbritannien und die USA Schritte unternommen, um ihre Waffenverkäufe an Israel zu reduzieren. Entsetzt von dem wahllosen Einsatz tödlicher Gewalt gegen eine verteidigungslose zivile Bevölkerung, die nirgendwohin flüchten kann, zeigten sich die Regierungen dieser drei Staaten besorgt über die politischen und moralischen Konsequenzen des Gebrauches ihrer Waffen, um Gräueltaten in einem unrechtmäßigen Krieg zu begehen. Andererseits drängt die Waffenindustrie in diesen Ländern zu mehr Waffenverkäufen, um ihren Profit zu erhöhen.

Im Februar 2009 wurde in israelischen Hoheitsgewässern Erdgas entdeckt. Um dieses zu extrahieren wurden daraufhin Beförderungsanlagen gebaut, die unter dem staatlich geförderten Schutz der israelischen Regierung stehen. Die Profite jedoch sollen in die Hände der Besitzer von privaten Firmen fließen, die die Rechte an der Extraktion besitzen so wie die Noble Energy Inc. in Texas. Das Erdgas ist von großer ökonomischer Bedeutung, insbesondere weil Israel die Entwicklung der Erdgasvorkommen, die 2000 im Gazastreifen entdeckt wurden, verhindert, um sicherzustellen, dass das israelische Gas keine Konkurrenz hat.

Nachdem der vorherige israelische Infrastrukturminister Uzi Landau Kriegsdrohungen gegenüber dem Libanon ausgesprochen hatte1, da die libanesische Regierung behauptet hatte, einige der Erdgasreservate lägen in ihren Hoheitsgewässern, verlangte die israelische Marine 3 Milliarden NIS (etwa 600 Millionen Euro) für den Ankauf von vier großen Schiffen, um zum Schutz der Gasplattformen außerhalb des israelischen Küstenraumes zu patrouillieren.2 Die israelische Regierung hat bereits zugestimmt zu zahlen. Ihre Großzügigkeit, Steuergelder zugunsten von Privatunternehmen zu verwenden, kann vermutlich durch ihr Bestreben erklärt werden, die Präsenz der israelischen Marine im Mittelmeer zu verstärken.

Israel benützt seine Marine, um die Blockade des Gazastreifens zu verschärfen. Fischerboote aus Gaza werden davon abgehalten, in Gazas Hoheitsgewässern zu fischen – abgesehen von einem schmalen Streifen, der bereits fast komplett leer gefischt wurde. Israelische Kriegsschiffe haben den Gazastreifen wiederholt bombardiert. Genauer genommen sind die Schiffe, die für die Aufrechterhaltung der Blockade benutzt werden, Flugkörperschnellboote.

Aus diesem Grund möchte die israelische Regierung Flugkörperschnellboote von Deutschland kaufen. Deren Preis von geschätzten 900 Millionen Euro liegt jedoch über dem für dieses Projekt zur Verfügung stehenden Budget. Die israelische Regierung hat daher um einem Rabatt von 300 Millionen Euro gebeten.

Aufgrund von Israels Widerstand, seine Verpflichtungen im Rahmen der Friedensverhandlungen mit der palästinensischen Autonomiebehörde einzuhalten, wies die deutsche Regierung Israels Bitte im Mai zurück. Daraufhin warb der israelische Außenminister Lieberman beim deutschen Außenminister Steinmeier um Unterstützung. Mittlerweile hat Steinmeier seine Meinung geändert und Israel den erbetenen Rabatt gewährt.3 Es war Lieberman, der Israelis während der Invasion in Gaza dazu aufrief, Geschäfte von palästinensische Israelis zu boykottieren. Chaussures adidas Lieberman hat zudem wiederholt verlangt, dass die Staatsbürgerschaft von Nichtjuden und -jüdinnen in Israel an einen Loyalitätseid gegenüber dem jüdischen Staat gebunden werden solle. Dass Steinmeier mit einem solch rassistischen israelischen Politiker kooperiert, um die Profite der deutschen Waffenindustrie zu erhöhen, wirft einen dunklen Schatten auf seine Glaubwürdigkeit als Politiker.

Die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost fordert die unmittelbare Annullierung dieses Waffengeschäfts. Wir rufen die deutsche Regierung damit auch dazu auf, die Forderung palästinensischer zivilgesellschaftlicher Organisationen nach einem Waffenembargo gegen Israel bis es sich an internationales Recht hält zu respektieren. nike air jordan 6 uomo Als Juden und Jüdinnen weisen wir die deutsche Politik, Israel zu bewaffnen, um mit Deutschlands nationalsozialistischer Vergangenheit abzuschließen, zurück. Waffen, die gegen unschuldige Opfer im Nahen Osten verwenden werden, sind keine Wiedergutmachung für die vergangenen Verbrechen an unschuldigen Juden und Jüdinnen. asics gel lyte 5 hombre negras Darüber hinaus sind wir der Meinung, dass Rüstungsunternehmen sich nicht hinter “pro- jüdischen” Argumenten verstecken dürfen sollen, um ihre blutigen Geschäfte zu rechtfertigen. Als in Deutschland Steuern Zahlende erheben wir Widerspruch gegen die Verwendung unserer Steuergelder zur Subventionierung eines der aggressivsten und militaristischsten Regime im Nahen Osten.

Shir Hever
Vorstand der jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost

 

  1. http://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-3910242,00.html.
  2. http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/israel-navy-demands-nis-3-billion-for-protection-of-gas-rigs-1.449954.
  3. http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/.premium-1.621447.

————————————————————————————–

German Shady Arms Deal with Israel Endangers Civilian Lives

During the massive invasion and bombardment of the Gaza Strip by the Israeli military this summer, Spain, UK and the US have taken steps to reduce arms sales to Israel. Horrified by the indiscriminate use of lethal force against a defenseless civilian population with nowhere to run, the governments of these three states were concerned about the political and moral implications of their weaponry being used to commit atrocities in an unlawful war. Oklahoma City Thunder On the other hand, the arms industry in these countries is pushing to sell more weapons, in order to increase their profits.

The Israeli government offers state-funded protection to the natural gas rigs, which are built to extract natural gas in Israel’s territorial waters, gas, which was discovered in February 2009. The natural gas is of great economic importance, especially because Israel has prevented the development of the Gaza Strip’s natural gas reserves, which were discovered in 2000, ensuring that Israeli gas does not face competition. The profits from the natural gas extraction are however, to be concentrated in the hands of the owners of the private companies, who own the rights to extract it, such as the Texas-based Noble Energy Inc. Following threats4 of war made by Israel’s previous Minister of National Infrastructure, Uzi Landau against Lebanon, because the Lebanese government had argued that some of the natural gas reserves are in its territorial waters, the Israeli navy demanded NIS 3 billion (about 600 million Euros) to purchase four large naval vessels to protect the gas platforms, by patrolling outside of Israel’s territorial waters.5 The Israeli government has already expressed its agreement to pay. new balance 1600 on feet Its generosity with taxpayer’s money towards private corporations can perhaps be explained by its desire to increase the Israeli navy’s presence in the Mediterranean Sea.

Furthermore, Israel has used its navy to tighten the siege against the Gaza Strip. Fishing boats from Gaz
a are being prevented from fishing in Gaza’s territorial water, except for within a narrow strip, which has been almost completely emptied of fish. Israeli military vessels have repeatedly bombarded the Gaza Strip. Specifically, the vessels used to impose the siege are missile boats. The Israeli government has therefore sought to purchase missile boats from Germany. Air Jordan 10 Retro Although the price of these vessels was estimated at 900 million Euros (above the budget allocated for the project), the Israeli government asked for a 300 million Euro discount.

Because of Israel’s reluctance to honor its obligations within the framework of the peace negotiations with the Palestinian Authority, the German government refused Israel’s request in May. Israeli Foreign Minister Lieberman lobbied with German Foreign Minister Steinmeier. Fjallraven Kanken Mini It was Lieberman, who called to boycott the business of Palestinian citizens of Israel, during the invasion of Gaza. ffxiv gil buy He had also repeatedly called to condition the citizenship of non-Jews in Israel on an oath of loyalty. Steinmeier has now agreed6 to change his mind and is currently offering the discount that Israel requested. Steinmeier’s cooperation with the racist Israeli politician in order to boost the profits of the German arms industry casts a dark shadow on his credibility as a politician.

The Jewish Voice for Just Peace in the Middle East calls for an immediate cancellation of the arms deal. As Jews, we reject the arming of Israel as a German policy intended as a means to come to terms with Germany’s National-Socialist past. Zapatillas ULTRA BOOST Uncaged Weapons to be used against innocent victims in the Middle East are no compensation for the crimes committed against innocent Jews in the past. new balance rouge et bleu marine We also believe that weapons manufacturing companies should not be allowed to hide behind “pro-Jewish” arguments to justify their bloody business.